Regenbogen-Schirme im November
Ich mag den November. Besinnliche Abende in der gemütlichen warmen Stube mit Tee und 1-2 Guezli. Warme Jacken, bunte Schleifen, warme Stiefel und schon bald gibt es Glühwein überall. Auch wenn es mal diesig und unfreundlich ist, schlendere ich gerne an den weihnachtlich geschmückten Schaufenstern entlang oder spaziere durch den Wald. Wenn dann die Sonne durch die Nebeldecke drückt, ist die mystische Stimmung vollkommen.
Doch die meisten Menschen fühlen sich im November unwohl. Die Dunkelheit nimmt immer mehr Raum ein, Nebel stört uns beim Autofahren und die gute Laune löst isch im Regen auf. Wir klagen gerne über das Wetter, selbst im Sommer, wenn die Sonne zu feurig brennt und die Luft flirrt vor Hitze.
Spätestens im Dezember, wenn die Adventsbeleuchtung angeht, hellt sich die Stimmung vielleicht wieder auf. Doch dann steht bereits das nächste moderne Phänomen, der Weihnachtsstress, im Mittelpunkt. Dieser Stress hat viele Facetten – vom Geschenke-Wahn bis zu Familienstreitigkeiten. Nur Stress! Warum tun wir uns das an? Der November bietet eine besinnliche und zurückhaltende Zeit, die wir nutzen könnten. Diese Phase des Rückzugs der Natur eignet sich gut für eine mentale und energetische Vorbereitung auf den Dezember.
Seit ich auf dem Weg der Farben bin, ist mir die Selbstführsorge immer wichtiger geworden. Ich spüre meinen Körper und kann besser auf meine Befindlichkeiten eingehen. So nutze ich den November, um etwas zur Ruhe zu kommen. Die Natur lebt es mir vor. Die Sonne schlendern nur knapp über dem Horizont über den Himmel und die ersten Novemberwinde
fegen die letzten Blätter zu Boden. Viele Tiere richten sich für den Winterschlaf ein oder haben schon begonnen damit. Die Flora und Fauna legen sich endgültig zur Ruhe. Nur der Mensch nicht, im Gegenteil. Auch hier bewegen wir uns gegen die Natur und fragen uns, warum wir uns oft energielos, blass und müde fühlen.
Es geht auch anders. Darum möchte ich Dich hier an meinen Novemberritualen teilhaben lassen. Es ist ganz einfach, nur tun musst du es. Das ist sowieso das Zauberwort bei der Selbstführsorge. Tun musst du es!

Spätestens ab November stelle ich mir neben dem Esszimmertisch eine Farblampe auf. Diese bestücke ich meist mit einer orangen oder auch mal mit einer magenta-farbenen Folie. Der installierte Timer lässt die Lampe zur Frühstücks- und zur Mittagszeit strahlen. Wenn du keine Farblampe hast, kann auch die Tischdekoration in warmen Tönen wie Orange, Gelb, Safran, Rot usw. angepasst werden.
Ich plane im November bewusst Pausen ein und trage diese Auszeiten in den Terminkalender ein – etwa ein Fussbad mit Fussmassage am Freitagnachmittag oder einen Spaziergang im Rehwald. Besonders bei diesigem Wetter wirkt ein Spaziergang in der Natur belebend für die körperliche Energie. Selbst bei Novemberwetter ist die Sonne in ihrer Strahlkraft weitaus stärker als jedes künstliche Licht und lädt den Körper mit natürlicher Energie auf.
Ich schaue Filme an, die im Frühling oder Sommer spielen, um die Lebensfreude aufzunehmen oder höre Musik, die mich beflügelt. Die Hektik lege ich auch gerne bei einer Meditation oder einer duftenden Tasse Tee ohne ständige Berieselung durch die Medien ab. Dazu richte ich mir eine gemütliche Ecke im Wohnzimmer ein mit einer Kuscheldecke und – natürlich – mit vielen bunten Kissen. Auch wenn es nur für eine ½ Stunde am Tag ist, oder ich nur 3-mal in der Woche Zeit dafür finde, zelebriere ich diese Dinge im November sehr bewusst. Oft führe ich auch die farbtherapeutische Entgiftungs- und Regenerationskur durch. Nach dem üpigen Sommer, hilft mir das zusätzlich, meinen Körper und meinen Geist von Schadstoffen zu entlasten und ihn auf natürliche Art und Weise zu pflegen und mit Energie aufzuladen.
In der dunklen Jahreszeit ist es wichtig, dass man das grau, grau sein lässt und die Wohnung oder den Arbeitspaltz mit ganz vielen fröhlichen warmen Farben schmückt. Auch hier lebt es uns die Natur vor. Knall-Orange Kürbise und gelb gefärbte Wälder haben uns über den Oktober hinweg in den November hinein begeleitet. Warum im November nicht auch Farbe bekennen! Trage auch im November bunte Blusen oder Pullover. Kaufen dir eine rote, gelbe oder grüne Winterjacke. Du wirst morgens am Bahnhof ein Blickfang sein. Aber hei, du tust damit nicht nur dir etwas Gutes sonder jedem der dich sieht.
Spaziere mit einem Regenbogen-Schirm durch die Menge der grauen und schwarzen Schirme!
Jeder wird seine Augen zu deinem Schirm schweifen lassen, weil Farben eine magische Anziehungskraft haben. Wenn du im November Farben in deinen Alltag lässt, wirst du ihn heller, fröhlicher und kürzer erleben und die Winterdepression hat keine Chance. Wenn du die Farbigkeit durch den ganzen Winter ziehst, entgehst du auch der Frühjahrsmüdigkeit. Probier es aus!
Du hast es selbst in der Hand, wie Du Dich im November und den ganzen Winter über fühlen möchtest. Grau und niedergeschlagen oder bunt und fröhlich. Gestallte Dein Leben selbst und lasse Dir keine negative Haltung aufdrängen. Zünde die Sonne in Deinem Herzen an, nicht nur, aber gerade auch in der dunklen Jahreszeit.







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