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Scharlach fürs Loslassen!

  • Autorenbild: Erika
    Erika
  • vor 2 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit


Meinen Tag beginne ich in der Regel mit einem Kaffee und einem Kartenset. Ich versuche nicht zuerst ans Handy zu gehen, sondern die ersten Minuten nach dem Aufstehen sollen ganz mir gehören. Ich geniesse den Kaffe und ziehe eine Karte.


Meine Karte heute heisst: das Paradies. "Sehe kurz in die Vergangenheit und löse alte Verhaftungen auf." Die Farbe ist Indigo. Schon den ganzen Sommer über begleitet mich das Loslassen meiner Vergangenheit. Immer wieder zeigen sich mir Karten oder Situationen, die mir vermitteln, endlich alte Glaubenssätze, Gefühle und Selbstkritik loszulassen.

Dabei habe ich habe mir ein kleines Ritual angewöhnt: Immer wenn ich über die Vergangenheit nachdenke, meistens beim Einschlafen oder wenn ich nachts wach werde und nicht gleich wieder einschlafen kann, dann denke ich an Situationen, die mir ein schlechtes Gewissen machen oder in denen ich mich klein gemacht habe, weil ich in meiner Vorstellung nicht ganz richtig reagiert habe und es vielleicht besser hätte machen können usw und sofort. Sobald diese Gedanken auftauchen, sage ich mir einfach: löschen - löschen - löschen und es funktioniert. Aber ich kann dir sagen, ich habe noch ganz viele selbstkritische Gedanken, die gelöscht werden dürfen. Ich bin also noch etwas damit beschäftigt - ich bin ja auch nicht mehr ganz jung und die Zeit "vor den Farben" war sehr geprägt von selbstkritischen Gedanken - was ich nicht einmal so stark realisiert hatte.

Aber es ist Vorsicht geboten bei diesem Ritual - denn es ist sehr mächtig - ich darf nicht meine ganze Vergangenheit löschen - denn dann fehlt mir mein Leben und ich werde dement. Die schönen und nährenden Erlebnisse müssen bleiben und in meiner Reflexion werden es auch immer mehr, wenn ich die selbstkritischen Gedanken lösche. Darum ist auch immer die Frage präsent: War die Vergangenheit wirklich so selbstkritisch, wie ich es in Erinnerung habe? Oder hat mich meine Vorstellung getrübt?*


Darum habe ich mir heute Morgen eine Frage gestellt: Wo in meinem Leben darf ich mir heute selbst vertrauen? Im gleichen Moment hat sich mir die Farbe Scharlach gezeigt. Scharlach ist eine Tertierfarbe und setzt sich aus viel Rot + etwas Orange + eine kleine Menge Blau zusammen.


Was will mir das sagen? Wo in meinem Leben darf ich mir heute selbst vertrauen? Mit Scharlach darf ich mutig und voller Lebensfreude durch den Tag schreiten und darauf vertrauen, dass alles so kommt, wie es kommen darf - und das ist gut so! Das bedeutet für mich, wenn ich mutig meiner Intention folge, wird meine Lebensfreude gestärkt, dabei darf sich innere Ruhe ausbreiten.

Nicht zuletzt gibt mir diese innere Ruhe eine offene Sichtweise auf meine Vergangenheit. Scharlach unterstützt mich dabei - realistisch und offen über meine Vergangenheit nachzudenken, ohne in der Selbstkritik verhaftet zu bleiben.

Hier komme ich zu meiner letzten Frage: Muss ich wirklich meine Vergangenheit loslassen oder nur meine destruktiven Gedanken? Ich glaube, diese Frage ist beantwortet.


Nun: Ich habe eine Akzente-Lampe in meinem Wohnzimmer und diese leuchtet jetzt in Scharlach. Danke an die Farben, die mir schon so viele Erkenntnisse gegeben haben und mich bei meiner Reflexion immer klärend unterstützen.




*Nebenbei - wenn die Vergangenheit zu sehr schmerzt, kann das Unterbewusstsein dieses Ritual selbständig durchführen und löscht im wahrsten Sinne des Wortes die Vergangenheit gänzlich aus. Altsheimer und Demenz sind weit verbreitete Krankheitsbilder in unserer Gesellschaft, weil der Mensch immer sensibler wird und seelische Schmerzen keine Linderung erfahren im krankenassenanerkannten Gesundheitswesen.







 
 
 

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